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Notfälle und Krisensituationen ereignen sich leider viel zu häufig, und sie treffen Einzelne, Unternehmen und Regierungen. Oft sind Menschenleben in Gefahr, wenn nicht spontan und gezielt eingegriffen wird. Daher gilt es, zur Überwindung des Notfalls oder der Krise einen kühlen Kopf zu bewahren und geschickt vorzugehen - aber wie?
In Rahmen dieses Kurses werden wir unter theoretischen Gesichtspunkten Krisen- und Notfallsituationen analysieren und versuchen, sinnvolle Vorgehensweisen abzuleiten. Damit die Theorie nicht zu langweilig wird, werden wir in einer Reihe von Simulationen das Erlernte anwenden und neue Aspekte erfahren. Wir garantieren euch, dass Spannung und Nervenkitzel nicht fehlen werden.
Oder: Wie baggere ich am besten? Nein, ganz so plump wollen wir nicht mit der Annäherung an das andere (oder das eigene) Geschlecht beginnen und so soll dieser Kurs auch nicht aus dem Auswendiglernen stereotyper Sprüche bestehen, sondern wir wollen unter anderem auch anhand von antiken und modernen Texten der Frage auf den Grund gehen, was Freundschaft und Liebe für uns eigentlich sind. Abgerundet wird der theoretische Teil des Kurses dann durch szenische Partnerübungen.
Wir freuen uns darauf, uns mit euch in dieses Experiment zu stürzen!
Ausgehend von einer kleinen Systematisierung der lateinischen Literaturgeschichte wollen wir uns mit folgenden Fragen teils überblicksartig, teils auch konkret an Beispielen beschäftigen:
Ist ein Kind, das mit zwei Jahren Lieder singt, musikalisch? Was heißt eigentlich musikalisch? Gibt es wirklich unmusikalische Menschen? In welchem Verhältnis steht Musikalität zu Hochbegabung? Kann man Musikalität testen?
Diese Fragen soll der Kurs "Hochbegabung und Musikalität" versuchen zu beantworten. Dabei ist vor allem auch eure Mithilfe gefragt. Gemeinsam wollen wir uns den Begabungsbegriffen mit Hilfe verschiedener Theorien annähern. Kernthemen sind sowohl die Definition der beiden im Titel genannten Schlagworte, aber auch Bereiche wie Musikalitätstest vs. Intelligenztest sollen mit abgedeckt werden.
Auch einem CdEler werden Stellen, Stipendien und Praktika nicht immer auf dem Silbertablett dargeboten. Ihr müsst euch darum bewerben und konkurriert mit euren Mitbewerbern. Wie ihr mit dieser anfangs oft ungewohnten und unheimlichen Situation besser umgehen könnt, wollen wir uns in diesem Kurs überlegen.
Wir befassen uns mit der eigenen Einstellung zur Bewerbungssituation, versuchen zu verstehen und für uns zu nutzen, was in unserem Gegenüber vor sich geht, wenn er unsere Unterlagen liest oder mit uns ein Gespräch führt, und bemühen uns um eine realistische Einschätzung dessen, was wir erreichen können. Den größten Teil der Kurszeit werden wir damit füllen, in entspannter Atmosphäre klassische Bewerbungssituationen nachzuspielen und daraus eine eigene Bewerbungsstrategie zu entwickeln.
Ob es danach klappt mit dem Traumjob, dem Stipendium oder dem Lieblingspraktikum, steht natürlich trotzdem nicht ganz fest. Sicher werdet ihr eurem Ziel einen Schritt näher kommen und zusätzlich sehr viel über euch, eure Stärken und Schwächen und eure Ziele erfahren - und dabei noch eine Menge Spaß haben!
Schon mal was von Petteia oder Senet gehört? Die "klassischen" Brettspiele wie Dame, Schach oder auch Othello kennt (fast) jeder. Kaum jemand weiß aber um die weit in die Vergangenheit zurückreichenden Wurzeln, die viele unserer beliebten Brettspiele haben.
In diesem Kurs wollen wir einen Streifzug durch die Geschichte der Brettspiele machen, beginnend bei den ältesten überlieferten Spielen wie dem ägyptischen Senet oder dem Rosettenspiel von Ur, über das griechische Petteia, dessen Regeln nahezu völlig unbekannt sind, römische Spiele wie Latrunculi oder Calculi bis zu Spielen aus entlegenen Ecken der Erde wie das indische Pachisi (der Vorläufer unseres beliebten Mensch-ärgere-dich-nicht), das tibetische Belagerungsspiel Kungser und Hnefatafl, dem "Wikinger"-Schach. Neben dem geschichtlich-kulturellen Aspekt soll natürlich das Spielen nicht zu kurz kommen!
Wenn Interesse an bestimmten Spielen besteht, lässt sich das sicher in den Kurs einbringen. Außerdem kann jeder Kursteilnehmer, der möchte, seine neuen Lieblingsspiele in Holz und Plakafarbe verewigt mit nach Hause nehmen, denn diese Spiele kann man nirgendwo kaufen!
Oder: "BWL für Physiker - und alle anderen!" Wir werden uns zuerst mit einigen eher theoretischen Modellen und Konzepten aus der Volks- und Betriebswirtschaftslehre beschäftigen und uns z.B. fragen, was eigentlich ein "Markt" ist, wie ein "Preis" entsteht oder warum sich ein Monopolist erfreut die Hände reiben kann - und, natürlich, was eigentlich der Sinn von "Geld" ist.
Danach werden wir uns ganz praktisch in die Rolle von "Junior-Geschäftsführern" versetzen, werden überlegen und ausprobieren, was alles notwendig ist, um ein Unternehmen zu organisieren, zu entwickeln, unsere Ziele zu verwirklichen und alle von unserem wirklich tollen Angebot zu überzeugen.
Der Kurs ist gedacht für alle Nicht- (oder Noch-Nicht-) "Profis" im Bereich Wirtschaft, für Naturwissenschaftler, Historiker, Germanisten, Azubis, Schüler - kurz: für alle, die in neun Stunden eine kleine Einführung in das Thema erhalten wollen.
"Wodka Martini - gerührt, nicht geschüttelt." Wer kennt ihn nicht, diesen bekannten Satz eines Spions Ihrer Majestät. - In diesem Kurs wollen wir uns auf eine Erkundungsreise in die Welt der Cocktails begeben. Um uns einzustimmen, wollen wir einen Blick auf die vielen verschiedenen Zutaten werfen und uns mit den grundlegenden Techniken vertraut machen. Aber danach fliegen wir gleich los in unseren spritzigen Aktiv-"Urlaub": In Mitteleuropa wollen wir dabei jedoch nur kurz - eventuell an der Waterkant oder in Wien - verweilen. Stattdessen fliegen wir gleich in die Karibik zu den Virgin Islands. Danach geht es dann nach New York. Für Interessierte besteht noch die Möglichkeit zu einem Abstecher nach Omaha. Wenn du jetzt Lust bekommen hast, in Kirchheim fremde Länder mit dem Glas zu entdecken, dann melde dich einfach an. Schutzimpfungen (Vorkenntnisse) sind keine vorgeschrieben.
Du interessierst dich für Fantasy und wolltest schon immer mal herausfinden, warum Rollenspiele so viel Spaß machen? Du hast nun alle drei "Herr der Ring"-Filme gesehen, bist Tolkien-Fan und möchtest jetzt auch einmal in die Rolle eines Elfen, Magiers oder Zwergen schlüpfen? Das Mittelalter ist für dich die einzig wahre Epoche; dort gab es noch Ehre und Sitten, noch Drachen zu bekämpfen und Jungfrauen oder Jungmänner zu retten? Du wolltest schon lange einmal als Ritter auf Turnieren kämpfen, als fahrender Sänger durch die Lande ziehen oder als Hexe einen bösen oder auch wohlwollenden Blick auf die Leute werfen?
Geplant ist nach einer kurzen theoretischen Einführung sofort in ein Abenteuer einzusteigen und zu spielen.
Voraussetzungen: Ihr solltet Spaß, Interesse und keine Erfahrung mitbringen.
Reichen Rahmenbedingungen aus, um das kapitalistische Wirtschaftssystem ökologisch auszurichten? Oder ist wirkliche "Nachhaltigkeit" nur durch eine radikale Veränderung des Wirtschaftssystems zu erreichen?
Oft entstehen durch ein wirtschaftliches Vorhaben externe Kosten. Wenn durch den Bau eines Staudamms in tropischen Gefilden ein stehendes Gewässer entsteht, können sich Anophelesmücken hervorragend vermehren, und eine Malariaverseuchung der Bevölkerung kann die Folge sein. Wer trägt die gesundheitspolitischen Kosten? Meist nicht der Betreiber des Staudamms, sondern der Steuerzahler (falls er als solcher existiert) oder die Betroffenen selbst. Das Konzept der "Internalisierung externer Kosten" sieht vor, dass genau diese Kosten wieder vom Verursacher (Betreiber des Staudamms) getragen werden. Dieses und andere marktwirtschaftliche Instrumente zum "Schutz der Umwelt" wollen wir diskutieren.
Darüber hinaus wollen wir nach der moralischen und ökonomischen Begründung der Notwendigkeit einer Änderung des Wirtschaftssystems fragen. Muss die Änderung gar die Ausmaße eines Systemwechsels haben oder reichen bloße Modifikationen?
Jeder Teilnehmer soll in Form von Kurzreferaten ein oder zwei Thesen als Input liefern; über selbst gewählte Schwerpunkte freuen wir uns immer. Ein Teil der Projektarbeit wird mehr oder minder interaktiv sein.
Gebärdensprache - nie gehört? Geht ja auch nicht - oder hast du schon mal "fliegende Hände" gehört? Nee, aber vielleicht gesehen ...
Wer denkt, Gebärdensprache sei nur wildes Gestikulieren, der irrt gewaltig und kann sich in unserem Kurs vom Gegenteil überzeugen lassen. Gebärdensprachen sind eigenständige und keineswegs künstlich entstandene Sprachen, die leider trotzdem in Deutschland und vielen anderen Ländern noch immer um Anerkennung ringen müssen.
Gebärdensprache verstehen und "sehen" lernen - Grammatik, Struktur der Gebärden, ... Wir wollen mit euch ein wenig in die (Sprach-)Welt der Gehörlosen eintauchen und euch die Grundzüge der deutschen Gebärdensprache (DGS) nahe bringen - zeigen, dass dabei nicht nur Hände, sondern auch die Mimik und im Prinzip der ganze Körper eine Rolle spielt.
Wer Spaß daran hat, mal eine andere Art der Fremdsprache kennen zu lernen, ist in unserem Kurs genau richtig!
Die meisten von euch verbinden mit "Gotik" vermutlich hochaufragende und mit Tausenden von Türmchen und Kreuzchen versehene Kathedralen, gestützt auf die Erinnerung an eine Abbildung aus einem Geschichtsbuch der siebten Klasse oder an sonntägliche Familienausflüge nach Köln, Speyer oder Straßburg. Einige von euch mögen ähnliche Eindrücke gewonnen haben wie Luther. Auf die Romantiker jedoch übte die Gotik eine besondere Faszination aus; in England gibt es in den Romanen des 19. Jh. das Genre der "gothic novel" und auch in der moderneren Architektur finden sich Analogien.
Wir wollen uns im Rahmen unseres Kurses vorrangig mit dem "Urstoff" beschäftigen, um ein differenzierteres Bild des Gotik-Begriffes auszubilden anhand der folgenden Themenschwerpunkte: Geschichtliche und kulturelle Voraussetzungen für die Entstehung der Gotik, Form und Funktion der Kathedrale, Bausoziologie, Betrachtung einzelner "Prachtexemplare", rezeptionsgeschichtlicher Überblick (unter anderem: die Diffamierung in der italienischen Renaissance, das Gotik-Revival bei den Romantikern und in der Architektur des 19. Jh.).
Nein - die Magie müssen wir nach wie vor den Hexen überlassen; "Schwarze Kunst" war im Mittelalter aber auch eine Bezeichnung für die Arbeit der Schriftsetzer, zum einen wegen der Druckerfarbe, zum andern weil es vielen Menschen schleierhaft war, was in einer Druckerei so vor sich ging. Dieser Kurs wird in die Geheimnisse der Schwarzen Kunst eindringen und sich mit der Gebrochenen ("Deutschen") Schrift beschäftigen.
Wir werden in gut mittelalterlicher Manier die Feder schwingen und sowohl die Gotische Schrift als auch die Deutsche Schreibschrift (was man landläufig "Sütterlin" nennt) erlernen. Außerdem wollen wir mit der Zeit gehen und sehen, wie man am Computer, in normalen Textverarbeitungsprogrammen Deutsche Schrift auch hohen typographischen Ansprüchen genügend setzen kann. Nach bestandener Gesellenprüfung werden wir die Lehrlingszeit mit der überlieferten Gautschzeremonie der Buchdrucker beenden.
Oder: die Konferenz der Autoren - Gesellschaftskritik in der phantastischen Kinderliteratur.
Wenn man kleinen Geschwistern oder Verwandten etwas aus Kinderbüchern vorliest, denkt man oft: "Das Buch ist so schön! Den Kindern wird in dem Buch ein Weg zu einer besseren Welt gezeigt. Es werden keine Vorschriften gemacht, keine Moral wird direkt diktiert."
Wir werden mit Heinrich Hoffmanns "Struwwelpeter" beginnen und einen kurzen Abriss über die Entwicklung der gesellschaftskritischen Kinderliteratur geben, um dann zu unseren beiden Kursschwerpunkten "Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch" von Michael Ende und "Die Konferenz der Tiere" von Erich Kästner zu gelangen. In diesen Büchern kommt keiner zu Schaden, der es nicht verdient hat. Vernichtet wird nur das Böse.
Ob und wie Autoren auf diese Weise Hoffnungen weitergeben wollen und warum sie sich an Kinder wenden, wollen wir in unserem Kurs gemeinsam überlegen.
Jeder kennt sie - die kleinen Deckchen auf Omas Wohnzimmertisch oder die Spitze auf der Bluse. Aber wie entstehen aus einfachen Fäden solch filigrane Kunstwerke?
In diesem Kurs werden wir es ganz praktisch ausprobieren und die Grundlagen des Klöppelns erarbeiten. Mit nur zwei Bewegungen, nämlich dem Kreuzen und Verdrehen von Fäden, sollen zunächst einfache Muster (z.B. Lesezeichen) und anschließend kleine Deckchen, Kerzenringe oder Figuren geklöppelt werden. Der Kurs richtet sich an alle, die Spaß daran haben, ein uraltes Handwerk zu lernen - Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Material und Werkzeug ist vorhanden. Übrigens ist Handarbeit nicht nur etwas für Frauen: Ich würde mich sehr über einen bunt gemischten Kurs freuen, und die Klöppel sind groß genug, dass sie auch in meine Pranken passen ...
Oder: "noch weiter wollen wir wandern." Aufgerufen seien all' jene, die gut kochen und noch viel lieber gut essen wollen. Dieser Kurs richtet sich also sowohl an Anfänger als auch an Fortgeschrittene, jeder ist herzlich willkommen. Man nehme nur ein Manipel Feinschmecker, ein paar verrückte Ideen und Kirchheim, alles gut rundrühren und man erhält einen Kurs? Wir wollen's versuchen, einzige Bedingung: keine Kostverächter!
Zwischen dem Kochen und vor allem dem Essen würzen wir die Kursstunden mit allerlei Vergnüglichem aus der Welt des Essens! Buon Appetito!
Komplexe Geometrie handelt von geometrischen und algebraischen Strukturen auf komplexen Mannigfaltigkeiten. Wir fangen mit holomorphen Funktionen an, um dann komplexe Mannigfaltigkeiten definieren zu können. Komplexe Mannigfaltigkeiten mit weiteren Eigenschaften sind Calabi-Yau-Mannigfaltigkeiten, die bei der Kompaktifizierung von zehndimensionaler Stringtheorie auftreten. Außerdem lernen wir Frobenius-Mannigfaltigkeiten kennen, die u.a. im Zusammenhang mit zweidimensionaler topologischer Feldtheorie auftauchen (z.B. in topologischer Stringtheorie), aber auch auf subtile Weise mit Differentialgleichungen zusammenhängen, die Solitonen beschreiben. Ein Soliton ist z.B. eine einzelne Wasserwelle, die sich in einem Kanal vorwärts bewegt und weder auseinander läuft noch steiler wird. Komplexe Zahlen werden vorausgesetzt.
"Alice will Bob eine Nachricht schicken ..." - so beginnt (fast) jedes Szenario in der Kryptologie, der Lehre des Ver- und Entschlüsselns (Kryptographie) und auch des Brechens von Verschlüsselungen (Kryptoanalyse).
Ziel des Kurses ist es, einige konkrete Kryptosysteme kennenzulernen und zu verstehen, aber auch Schwächen zu sehen und Angriffe auf leichte Systeme zu erproben. Ein Schwerpunkt wird die "Enigma" sein, eine Verschlüsselungsmaschine, die die Deutschen im zweiten Weltkrieg einsetzten und die letztendlich von den Briten so gut beherrscht wurde, dass sie - gerüchteweise - die Nachrichten schneller entschlüsseln konnten als die Deutschen.
Der Kurs wird technisch/mathematisch angehaucht sein. Es wäre daher schön, wenn die Teilnehmer der Mathematik nicht zu stark abgeneigt sind; es ist jedoch "nur" eine Einführung in das Thema für Menschen ohne spezielles Vorwissen.
Oder: wie finde ich die richtige Metrostation in Moskau?
Russland, das große Land, das kein (West-)Europäer so richtig versteht. Und vor allem versteht keiner, was diese seltsamen Schriftzeichen bedeuten. Vielleicht glaubt man, den ein oder anderen Buchstaben erkennen zu können. Da man aber ein Land und seine Leute nur verstehen kann, wenn man ein bisschen auch dieses Buchstabensystem kennt (worüber wir auch diskutieren wollen), möchte ich euch anbieten, sich in die Grundschulzeit zurückversetzen zu lassen, um neu schreiben zu lernen - einen Intensivkurs in kyrillischer Schrift. Es wäre schön, wenn ihr keine Schriftkenntnisse, sondern nur etwas Freude an harter Arbeit mit einbringen könnt, denn Schreibenlernen ist gar nicht so leicht ...
Dieser Kurs will all denjenigen, die schon erste Kontakte mit Linux hatten, und bereits ein wenig den Eindruck erhalten haben, dass es sich hierbei um ein extrem potentes Werkzeug handelt, fortgeschrittene Techniken für das effiziente Arbeiten unter Unix vermitteln.
Wir wollen uns zunächst mit Werkzeugen wie CVS und make und grundlegenden Dingen wie Backups beschäftigen, bevor wir uns der Frage zuwenden, wie man das Paketsystem der Distribution effektiv für seine eigene Zwecke benutzt, insbesondere sich für eigene Software eigene Pakete baut. Zwei weitere wichtige Kursthemen werden der Aufbau von Netzwerken sowie Rechnersicherheit sein, was uns dann auch auf Virtualisierung führen wird. Konkret wollen wir uns etwa ansehen, wie sich einige fundamentale Sicherheitsprobleme mit user-mode-linux angehen lassen, wie man Kryptographie nutzt, etwa um sich verschlüsselten Swap-Space einzurichten, wie man ipsec konfiguriert, eventuell auch wie man load balancing in einem Netzwerk auf Basis von in-vivo-Prozessmigration mit mosix realisiert. Außerdem werden wir sehen, welche Angriffswerkzeuge den bösen Buben mittlerweile zur Verfügung stehen, und was man tun muss, um sich effektiv dagegen zur Wehr zu setzen.
Auch wenn der Kurs sicher nicht für totale Unix-Neulinge gedacht ist und Teilnehmer eine gewisse Vertrautheit mit der Kommandozeile mitbringen sollten, will er in erster Linie denjenigen, die noch nicht selbst bis zum Unix-Guru aufgestiegen sind, aber z.B. daran denken, ein kleines Heim-Netzwerk zu administrieren, weitere extrem nützliche Kenntnisse mit direkter Praxisrelevanz mitgeben.
In vielen Denkspielen und Puzzles steckten interessante mathematische Ideen. So hilft die Gruppentheorie beim Ordnen des Rubikwürfels. Rekurrenzgleichungen helfen uns, die Anzahl der Züge zu bestimmen, die wir für das Umschichten des Turmes von Hanoi benötigen.
Der Kurs "Mathematische Spielzeuge" bietet neben der Mathematik von Denkspielen auch einiges zur Geschichte dieser Spielzeuge, Anregungen zum Eigenbau solcher Spiele und unkonventionelle Ideen zur Verwendung bekannter Spiele. Wir werden über Fragen wie diese sprechen:An Vorkenntnissen wird nicht mehr als das übliche Abiturwissen in der Mathematik erwartet. Ein Teilnehmer sollte jedoch Freude am Denken und an der Lösung von Knobelaufgaben haben. Für eigenes Mitarbeiten sind ein gewisser Papiervorrat, eine Schere, ein Klebestift und einige bunte Stifte nützliche Werkzeuge.
"Ist es gut, X zu tun?", "Soll man X tun?", "Warum soll ich der Omi über die Straße helfen?" - dies sind Fragen, die die normative Ethik betreffen. Es sind "first-order-questions", in denen es darum geht, die Grundlagen von Werten und Pflichten darzustellen. Im Unterschied dazu stellt die Meta-Ethik nicht die Frage nach einzelnen guten Handlungen, sondern "second-order-questions", also ganz allgemein die Frage, was moralische Werte sind:
Zur Teilnahme an dieser praktischen Übung im analytischen Philosophieren sind genuin philosophische Vorkenntnisse nicht zwingend erforderlich - wohl aber analytische Fähigkeiten, Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Texte und zur Übernahme eines Kurzreferats.
Als der einst in Harvard Philosophie lehrende Professor John Rawls 2002 starb, waren die Medien voll von Artikeln über ihn und sein 1971 erschienenes Buch "A Theory of Justice", das für Diskussionsstoff gesorgt hatte und noch immer ein Standardwerk im Fachbereich Politische Philosophie darstellt. Gegenstand seines Werkes ist die Erreichung einer Gesellschaft, welche die "Soziale Gerechtigkeit" zu ihrem Postulat erhoben hat und in der der Zugang in gemeinschaftliche Ämterpositionen allen Gesellschaftsmitgliedern offen stehen soll.
"Gerechtigkeit als Fairness" und "gleiche Voraussetzungen für alle" sind die zentralen Stichworte seiner Theorie, die zu zwei wichtigen Grundsätzen führen. Welche Gedanken Rawls im Rahmen seiner Gerechtigkeitstheorie entwickelt, was die beiden wichtigen Grundsätze aussagen, mit welchen Argumenten er seine Theorie zu stützen sucht und wie er dabei vorgeht, soll der Untersuchungsgegenstand während der Akademietage sein.
Das Ziel dieses Kurses ist, eine Idee von der Rawlschen Gerechtigkeit zu vermitteln. Die Vorbereitung von Texten wird für diesen Kurs vorausgesetzt.
Wo drei am Tisch in einem seltsamen Ritual zwei Karten versteigern, halten Unkundige Skat gleich für entsetzlich kompliziert und passen unnötigerweise. In diesem Kurs erklären wir Deutschlands Kartenklassiker aus dem thüringischen Altenburg von Grund auf, damit Anfänger schnell aus dem Schneider kommen. Mit den relativ einfachen Regeln des Ausspielens und Bedienens und ein bisschen Kopfrechnen nach Grundschulart steht der ersten Runde nichts mehr im Weg. Allerdings ist Skat im Grunde kein Glücksspiel, sondern erfordert über die Regeln hinaus einiges an Übung und Spielgeschick. Anhand von Beispielen stellen wir wichtige Strategien vor, die dem Anfänger helfen, richtig aufzutrumpfen. Das kleine Einmaleins kann nicht schaden, ansonsten sind keine Vorkenntnisse erforderlich.
Es gibt etwa 8000 Sprachen auf der Welt, die eine faszinierende Vielfalt von sprachlichen Strukturen aufweisen. In diesem Kurs soll dieser Vielfalt ein wenig auf den Grund gegangen werden. Zunächst sollen einige Grundbegriffe aus der Lautlehre, Formenlehre, Wortbildung und Satzbau vorgestellt werden, die für die Beschreibung von Sprachen notwendig sind. Danach werden die wichtigsten Sprachfamilien und isolierten Einzelsprachen vorgestellt. Nach diesen allgemeinen Erörterungen sollen Einzelsprachen und ihre besonderen Eigenschaften behandelt werden, wobei die Interessen der Kursteilnehmer berücksichtigt werden sollen.
IIn diesem Kurs wollen wir versuchen, möglichst viel zu tanzen und nicht nur einen Querschnitt durch Paar- und Gesellschaftstänze zu geben, sondern auch theoretisch zu schauen, wo die Tänze herkommen, unter welchen Umständen sie sich entwickelten und welche Funktionen sie dadurch erfüllen. Diese Lerninhalte sollen in kurzen Referaten vermittelt werden, damit noch möglichst viel Zeit für die Praxis übrig bleibt. Aufgrund der knappen Unterrichtsstundenzahl, sollten Teilnehmer möglichst schon Grundkenntnisse mitbringen, allerdings sind auch lernfreudige Neulinge herzlich willkommen. Wir freuen uns auf ein lustiges Pfingstwochenende!
In diesem Kurs geht es um die Technik des Tanzens. Die Haltung, der Schrittansatz, der Rhythmus und vieles mehr machen gerade die Charakteristik eines Tanzes aus. Wer schon einmal ein professionelles Turnier angeschaut hat, weiß, dass der Unterschied zur Tanzschule vor allem in der Ausstrahlung des Paares liegt.
Da wir uns hauptsächlich mit den Grundschritten und einfachen Figuren beschäftigen werden, sind Tanzkenntnisse nicht unbedingt erforderlich, aber natürlich auch nicht hinderlich. Wenn möglich werden wir auch eine Videoaufnahme organisieren. Trainiert werden sowohl Standard- als auch Lateintänze; dabei können wir uns natürlich auch nach euren Vorlieben richten.
Zunächst werden das Meridiansystem und die Fünf-Elemente-Lehre in der Theorie vorgestellt. Doch die Praxis steht im Vordergrund: Wichtige Vorraussetzungen für eine Massage und natürlich einige Massagetechniken sollen vermittelt werden. Ich freue mich auf euch.
Wie alle Wissenschaften gehen auch die Wirtschaftswissenschaften von bestimmten Annahmen aus, die zugleich Grundlagen und Grenzen der Erkenntnis festlegen. Erst die Kenntnis dieser Annahmen ermöglicht ein Verständnis der Wirtschaftswissenschaften. Jedoch werden die Annahmen in der Wirtschaftslehre zumeist nicht hinterfragt oder bleiben sogar ganz im Dunkeln. Ausgehend von den bekannten Modellen und Methoden, insbesondere der VWL, werden wir im Kurs diese Annahmen offen legen und dann auf ihren inneren Zusammenhang hin überprüfen. Wenn dies gelingt, dann können wir viele grundlegende Probleme der Wirtschaftswissenschaften verstehen oder gar lösen lassen. Der Kurs soll einen Weg zeigen, wie sich jeder Einzelne in philosophischer Auseinandersetzung mit einer Wissenschaft von eigenen Vorurteilen befreien kann. Willkommen ist jeder mit elementaren Kenntnissen der VWL und Freude an philosophischen Untersuchungen.
Erinnert sich noch jemand an den "maskierten Magier"? In dieser Fernsehserie führte ein Profizauberer Tricks vor, um sie dann hinterher zu verraten - während ein Kommentator Variationen zum Thema "meine Güte, ist das alles billig" von sich gab. Nun bauen viele gute Zaubertricks tatsächlich auf scheinbar einfachen Prinzipien auf und doch werden wir als Zuschauer immer wieder getäuscht. Aber vielleicht gehört zu einer guten Illusion ja doch mehr als nur ein "billiger Trick" und die (sprichwörtliche, aber weitgehend überschätzte) Geschwindigkeit ...
In diesem Kurs wollen wir uns mit eben jener fehlenden Komponente aus der Sicht eines Zauberkünstlers beschäftigen, zunächst mit einigen Referaten zu theoretischen Konzepten wie "starken und schwachen Momenten" oder "konditionierter Natürlichkeit", dann durch die Analyse von aufgezeichneten Routinen und schließlich praktisch durch das Erarbeiten eines oder mehrerer auf rein psychologischen Prinzipien basierenden Tricks. Vorausgesetzt wird nur ein ernstgemeintes Interesse an der Zauberei - bestehende Kenntnisse sollten allerdings kein Hinderungsgrund sein (ich will ja auch noch was lernen ...).
Wollt Ihr Russland oder die USA im Sicherheitsrat oder der Generalversammlung vertreten? Wollt Ihr die aktuelle Weltpolitik nicht nur diskutieren, sondern selbst gestalten? Dies tut jedes Jahr eine Delegation des JGW/CdE bei National Model United Nations (NMUN) in New York. "KMUN" dient dazu, einen ersten Einblick in die faszinierende Welt der MUNs zu gewinnen und Interesse für die Teilnahme an UN-Simulationen zu wecken. Ihr werdet zum Diplomaten eines im Sicherheitsrat vertretenen Landes und versucht euch an der Lösung einer aktuellen weltpolitischen Krise. Die Kurssprache ist Englisch.